
Ein KI-Headshot reicht als schneller Platzhalter. Er reicht nicht mehr dort, wo jemand anhand deines Bildes entscheidet, ob er dir vertraut. Dafür brauchst du heute etwa 20 Euro und ein paar Selfies, sechs Finger gibt es kaum noch, und auf den ersten Blick sieht das Ergebnis richtig gut aus. Mich beschäftigt trotzdem etwas anderes: Was passiert eigentlich, wenn auf so einem Bild „KI-generiert“ steht?
Die Hochschule Hannover hat 163 Menschen Produktbilder bewerten lassen, mal echt, mal aus der KI, mal mit Hinweis, mal ohne. Ohne Hinweis machte es für die Einstellung zum Produkt keinen nachweisbaren Unterschied, woher das Bild kam. Sobald „KI-generiert“ daran stand, sanken Bewertung und Kaufabsicht deutlich. Das galt sogar für echte Fotos, die nur falsch beschriftet waren.
Die zweite Untersuchung kommt vom CISPA Helmholtz-Zentrum mit der Ruhr-Universität Bochum, mit über 1.300 Teilnehmenden. Sie haben Beiträge im Nachrichtenstil bewertet, jeweils mit einem echten oder einem KI-Bild. Der Hinweis half dabei, Falsches zu erkennen, hatte aber Nebenwirkungen: Falsche Aussagen mit echten Fotos wurden eher geglaubt, und wahre Aussagen mit gekennzeichneten KI-Bildern eher angezweifelt.
Nicht die KI im Bild hat das Vertrauen gesenkt, sondern der Hinweis darauf. Selbst bei echten Fotos.
Ehrlicherweise muss ich dazusagen: Die Hannover-Studie wurde zuerst vorab in Fachmedien vorgestellt und hat Produktbilder getestet (Kaffee, Schokolade, Jacke, Rucksack), keine Porträts. Die CISPA-Studie ging um Nachrichten, nicht um Businessfotos. Dass sich das auf Business-Portraits übertragen lässt, ist mein eigener Gedanke und kein Studienergebnis.
Ja, und zwar die meisten. Laut dem Ipsos KI-Monitor 2026 finden drei von vier Deutschen (75 %), dass Produkte und Dienstleistungen offenlegen müssen, wenn sie KI nutzen. Befragt wurden im Frühjahr 2026 rund 1.000 Menschen in Deutschland, als Teil einer Studie in 32 Ländern. Gleichzeitig ist die Begeisterung für KI-Produkte hier innerhalb eines Jahres von 45 auf 37 Prozent gesunken. Echtheit wird also nicht nur geschätzt, sie wird erwartet.
Für ein schnelles Profilbild ohne große Reichweite oder als Platzhalter reicht es völlig.
Nicht mehr reicht es, wenn jemand anhand deines Bildes entscheidet, ob er dir vertraut: auf deiner Website, bei einer Presseanfrage, bevor dich jemand für einen Vortrag bucht. Gerade wenn du ein Unternehmen führst, wäre ein Zweifel genau an dieser Stelle ärgerlich.
Eine allgemeine Kennzeichnungspflicht für alle KI-Bilder gibt es nicht. Seit dem 2. August 2026 gelten die Transparenzpflichten aus Artikel 50 des EU AI Act, und die greifen je nach Einsatz, zum Beispiel bei Deepfakes, also KI-Bildern, die Personen oder Situationen täuschend echt erscheinen lassen. Eine gute Einordnung dazu hat die TÜV Akademie geschrieben. Ob ein KI-Portrait von dir selbst auf deiner Website darunter fällt, ist noch nicht abschließend geklärt. Das hier ist keine Rechtsberatung, im Zweifel frag jemanden, der sich damit auskennt.
Und ganz ehrlich: Wenn du darüber nachdenkst, ob du dein Profilbild kennzeichnen musst, ist das schon eine Antwort.
Spätestens wenn ihr euch seht, vergleicht dein Gegenüber das Bild mit dir. Passt beides zusammen, entsteht Vertrauen. Passt es nicht, bleibt ein kleiner Zweifel hängen, egal ob das Bild aus der KI kommt oder einfach zu glatt retuschiert ist.
Ich könnte jetzt sagen: Siehst du, echte Fotos sind besser. Aber das sage ich ja sowieso. :-) Spannender finde ich, dass ein Bild nicht nur echt sein muss, sondern sich für die Betrachtenden auch echt anfühlen soll. Ein Shooting hält einen Moment fest, den es wirklich gab, mit diesen Händen, diesem Lachen und dieser Stimmung im Raum. Das kann eine KI kaum nachbauen, ohne dass ein Restzweifel bleibt.
Was mich an einem Shooting am meisten begeistert, ist gar nicht der Tag selbst, sondern das, was davor passiert. Wir reden lange, überlegen, was zu dir passt, und wählen Kleidung, Location und Farben. Wenn es dann losgeht, wird meistens ziemlich viel gelacht. Und wenn du nervös bist, frage ich dich einfach, was es heute Mittag gibt. Klappt fast immer.
Am Ende hast du Bilder, die du gern benutzt, weil sie nach dir aussehen. Wer in sich investiert, in den investiert man auch gern.

Wenn du ein paar starke Portraits brauchst, sind die Business Portraits dein Weg. Hast du einen Laden, ein Atelier oder eine Praxis, passt das Business Herzstück. Und wenn du eine ganze Bildwelt für Monate willst, findest du alles beim Personal Brand Shooting. Ich fotografiere in Siegen, im Siegerland und in Südwestfalen.
Wenn du unsicher bist, ob KI oder Shooting für dich Sinn hat, schreib mir gern an post@henrica.de oder buch dir ein Erstgespräch.
Deine Henrica

Starke Bilder entstehen nicht durch perfekte Posen. Sie passieren, wenn Persönlichkeit, Atmosphäre und Vertrauen zusammenkommen. Erzähl mir von deinem Business, dann überlegen wir zusammen, welche Bilder zu dir passen.